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"Roseanne" -Reboot-Premieren mit viel zu sagen über Trumps Amerika

Roseanne Neustart

Der Sitcom-Klassiker ist die neueste TV-Show, die einen Neustart mit mit Spannung erwarteten politischen Untertönen erlebt. Die erste Episode des Neustarts von Roseanne wurde am Dienstagabend mit vielen bekannten Gesichtern der Originalbesetzung und zwei Schwestern, die völlig unterschiedliche Ansichten über Präsident Trump haben, uraufgeführt.

"Roseanne" wurde erstmals in 1988 auf ABC uraufgeführt und lief neun Saisons lang. Kritiker lobten die Show für ihre bahnbrechende Darstellung von Amerikanern der Arbeiterklasse sowie für ihre Fähigkeit, beißende Komödien und berührende Dramen unter einen Hut zu bringen. Es war kommerziell und kritisch ein massiver Hit und befindet sich seitdem in der Syndizierung.

In den Wochen vor der neuen Premiere der Show in dieser Woche, am 27-März, machten die Darsteller die Runde in den Medien, um für sie zu werben - vom South-by-Southwest-Filmfestival in Austin, Texas, bis zu anderen ABC-Programmen, „Good Morning America“ und "Die Aussicht."

Roseanne Neustart schont nicht die Politik

In fast allen diesen Erscheinungen konnte der Diskurs die Politik nicht treffend von der Show trennen. Politik durchdringt unser Leben in unserem polarisierten Land mehr denn je - und „Roseanne“ hat immer eine lebensgetreue Darstellung angestrebt, die sich mit großen und kleinen Problemen befasst.

Im wirklichen Leben ist der Star der Show, Roseanne Barr, eine ausgesprochene politische Person, die Trump bei den letzten Wahlen offen unterstützt - ganz zu schweigen davon, dass sie selbst in 2012 für ein Amt kandidiert. Barr wurde aufgrund ihrer fortschrittlichen Ansichten zu Themen wie Abtreibung und LGBTQ-Rechte lange Zeit als liberal angesehen. Sie nahm auch an der 1993-Amtseinführung des damals gewählten Präsidenten Bill Clinton teil.

Diesmal handelt es sich bei ihrem fiktiven Gegenstück um eine Trump-Wählerin, die vermutlich Barr selbst und andere Amerikaner ihresgleichen widerspiegelt. Barr hat in Presseinterviews erklärt, dass dies auch die politische Kluft widerspiegelt, die heute in den USA durch Familien herrscht.

In der ersten Folge dieser Woche wird dieses Problem gebührend behandelt: Die Figur Roseanne Conner und ihre Schwester, gespielt von Laurie Metcalf, repräsentieren die beiden Seiten der letzten Präsidentschaftswahlen - und gehen vorsichtig mit ihren Differenzen um.

Die Show hat sich Mühe gegeben, auch andere gesellschaftliche Sitten unserer Zeit darzustellen. Die neue Besetzung enthält ein biraciales Kind, das die zunehmend vielfältigen und multikulturellen Familien widerspiegelt, die heutzutage in Kleinstädten üblich sind. Die Co-Star-Produzentin und Executive Producerin Sara Gilbert gab bekannt, wie Produzenten eine Stadt in Illinois nach Inspirationen für die Show recherchierten, und stellte dabei die zunehmende ethnische Vielfalt fest. In der Serie ist auch ein Kind zu sehen, das die Geschlechtsgrenzen in seiner Kleidung und Ausdrucksweise verwischt.

Andere aktuelle Shows wie die Wiederbelebung von „Will and Grace“ haben das neue politische Klima ebenfalls erfolgreich gemeistert, aber vielleicht ist es mit „Roseanne“ sogar noch effektiver, da die Show es immer so geschickt gemacht hat und die Besetzung mit mehreren Generationen es ihnen verleiht breiter Aufgabenbereich. Es verleiht auch unbestreitbar Mittelamerika eine Stimme, das im gegenwärtigen Sitcom-Klima oft keine Plattform erhält.

Die neue Staffel von Roseanne wird am Dienstag, 8 / 7 pm Pacific / Central Time, auf ABC ausgestrahlt.

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