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Sudanesen feiern "Geburtstag der Freude" als Power-Sharing-Deal für Militär- und Oppositionstinten

Die sudanesische Zivilbevölkerung feiert das Abkommen zur Aufteilung der Macht zwischen den sudanesischen Militär- und Oppositionsgruppen. (Foto: YouTube-Screenshot)
Die sudanesische Zivilbevölkerung feiert das Abkommen zur Aufteilung der Macht zwischen den sudanesischen Militär- und Oppositionsgruppen. (Foto: YouTube-Screenshot)

Das Abkommen über die Aufteilung der Macht im Sudan wird eine gemeinsame Untersuchung der jüngsten Gewaltwellen im Sudan und die Bildung einer technokratischen Regierung unabhängiger nationaler Persönlichkeiten beinhalten.

Die sudanesische Oppositionskoalition für Freiheit und Wandel teilte am Freitag mit, sie habe mit dem Übergangs-Militärrat des Sudan eine Vereinbarung über die Aufteilung der Macht getroffen. Laut einer Erklärung der Koalition Beide Seiten einigten sich auf die Bildung eines gemeinsamen souveränen Rates das ist beauftragt, einen demokratischen Übergangsprozess voranzutreiben.

In der Erklärung heißt es, dass dem bevorstehenden Rat fünf Vertreter der Opposition und fünf weitere Vertreter des Militärs sowie ein weiterer Vertreter der Zivilbevölkerung angehören werden, über die sich beide Seiten einigen sollten.

Die Oppositionskoalition für Freiheit und Wandel betrachtete das Abkommen vom Freitag als "Geburtstag der Freude" und forderte alle Sudanesen auf, gemeinsam für die beste Zukunft des Sudan einzutreten. Reaktion auf die Ankündigung der Opposition, Tausende Sudanesen gingen auf die Straße von Khartumbegrüßt die Vereinbarung zur Aufteilung der Macht.

Der Abgesandte der Afrikanischen Union für den Sudan, Mohamed el-Hassan Labat, erklärte Berichten zufolge, dass sowohl die Oppositionsgruppen als auch der Übergangs-Militärrat des Sudan übereingekommen seien, das Land für einen Zeitraum von drei Jahren oder etwas länger zu regieren.

Laut Labat werden beide Seiten die Aufgabe haben, die jüngsten Gewaltwellen im Sudan zu untersuchen, eine technokratische Regierung aus unabhängigen nationalen Persönlichkeiten zu bilden und an der Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen zu arbeiten. Labat erwartete, dass die Parteien das Abkommen in wenigen Tagen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum unter Anwesenheit der regionalen Führer offiziell unterzeichnen werden.

Letzten Sonntag gingen viele Menschen durch die sudanesischen Städte auf die Straße, um eine demokratische Regierung zu fordern. Nach Angaben des sudanesischen Gesundheitsministeriums 11 Zivilisten wurden getötet und 181 andere verletzt bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in mehreren sudanesischen Regionen, hauptsächlich in Khartum.

In einem Treffen am Freitag, dem 28-Juni, mit Chefredakteuren sudanesischer Zeitungen, erklärte der Chef des Übergangs-Militärrats des Sudan, Abdel Fattah al-Burhan, sein Rat sei bereit, die Bildung einer sudanesischen Koalitionsregierung zu unterstützen. Al-Burhan fügte hinzu, dass der äthiopische Präsident Abiy Ahmed zuvor die Einbeziehung anderer sudanesischer politischer Kräfte wie der Partei der Volkskonferenz in eine künftige Koalitionsregierung vorgeschlagen hatte.

Zuvor hatte die Koalition für Freiheit und Wandel im Sudan angekündigt, dass sie vom äthiopischen Ratsvorsitz einen Vorschlag für eine Koalitionsregierung erhalten habe.

Seit vergangenem Dezember hat der Sudan aus Protest gegen die steigenden Preise für Waren und Rohstoffe sowie die Inflation Massendemonstrationen erlebt. Die Proteste haben kürzlich die sudanesische Armee dazu gedrängt, den autoritären Präsidenten Omar al-Bashir zu stürzen, der seit mehr als drei Jahrzehnten an der Macht ist.

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Rami Almeghari

Rami Almeghari ist ein freiberuflicher unabhängiger Schriftsteller, Journalist und Dozent im Gazastreifen. Rami hat in englischer Sprache zu verschiedenen Medien weltweit beigetragen, darunter Print, Radio und Fernsehen. Er ist auf Facebook als Rami Munir Almeghari und per E-Mail als erreichbar [Email protected]

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